Krankenpflegeschule in Bewegung

Im Frühling initiierte das Lehrerteam unter Federführung von Jutta Graf ein Konzept für „Ausgleichsbewegung“. Gerade in einem solch fordernden Beruf wie der Pflege sind die persönliche Gesundheitsförderung und ein gesunder körperlicher Ausgleich wichtig. Das Würzburger Schulkonzept sieht daher im Rahmen des Blockunterrichts Bewegungsübungen vor. tl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/meldungen/BFSWue_Bewegungskonzept.jpgAn zwei Wochenstunden stehen jetzt Rückenstärkung, verschiedene Entspannungsmethoden sowie gezielte Bewegungen als Ausgleich zu der sitzenden oder stehenden Tätigkeit im Schulblock oder Praxis auf dem Stundenplan. Die Förderung der Gemeinschaft beim gemeinsamen Sport ergibt sich da ganz von alleine.
Graf erklärt: „Wir wollen unserem Berufsnachwuchs helfen, rechtzeitig Anzeichen physischer und psychischer Belastung zu erkennen.“ Mit der Bewegung unter Einbeziehung der Atmung und Dehnung soll die Achtsamkeit für den eigenen Körper geschult werden. „Nur wenn Gesundheit in der Ausbildung auch praktisch geschult und von den Schülern erfahren wird, kann sie auch an Patienten weiter gegeben werden“, so Graf. Und Spaß macht es offensichtlich auch noch!

Pflegeausbildung schmackhaft gemacht

Lernfeld Ernährungslehre ist echt leckertl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/meldungen/170131_KPWue_Ernaehrungslehre2.JPG

Das altbekannte Motto der Ernährungslehre "5 am Tag" haben wir im Unterricht kurzerhand umgewandelt in "5 am Mittag", erzählen die Schülerinnen der Berufsfachschule für Krankenpflege Würzburg. "Wir haben es sogar geschafft, acht verschiedene Obst- und Gemüsesorten auf den Tisch zu bringen", verkünden sie stolz. Ihr Speiseplan: Chicoree mit Mandarinen, Karottensalat mit Roter Kresse, Pizza mit Dinkelvollkornmehl und Belägen, die Veganern und Vegetariern schmeckten. Als Nachtisch gönnten sie sich vegane Bananentörtchen. Und ihr Fazit: Zur Nachahmung empfohlen! Echt lecker.

tl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/meldungen/170131_KPWue_Ernaehrungslehre.JPGDas Lernfeld Ernährungslehre ist Bestandteil der dreijährigen Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege. Es soll Grundlagen der gesunden Ernährung und ihre Bedeutung in der Gesundheitsprävention vermitteln. Die im Unterrichtsblock erworbenen theoretischen Kenntnisse machten die Würzburger Pflegepädagogen ihren Schülerinnen mithilfe der praktisch angewandten Zubereitung so richtig schmackhaft.

Würzburger Schüler und der Müll

tl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/meldungen/BFSWue_HKW.JPGDie dreijährige Ausbildung in der Krankenpflege ist in sogenannte Lernfelder gegliedert. Darunter auch das Lernfeld Prävention. Und das hat auch mit Umweltbewusstsein zu tun, erfuhren die Schüler der Berufsfachschule für Krankenpflege in Würzburg hautnah. Beim Besuch des städtischen Müllheizkraftswerks gewannen sie interessante Einblicke ins Innenleben der städtischen Müllentsorgung und -verwertung. Für manche ein Anreiz, zukünftig auch beim privaten Einkauf darauf zu achten, die Müllmenge zu reduzieren und vielleicht auch mal zur Mehrfachverpackung zu greifen ...

Würzburger Challenge "Handyfreier Tage"

tl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/meldungen/BFSWueHandybox.JPGDie Schüler der Würzburger BFS für Krankenpflege stellen sich seit Ende November einer großen Herausforderung. Sie verzichten Tag für Tag auf ihr Handy - eine wirklich Challenge für viele junge Leute. Unter dem Motto "Handyfreier Tag" hinterlegen die Auszubildenden ihr Handy in einer Box, die in der Schule steht, und versuchen mindestens einen Tag ohne das Gerät auszukommen.

Jutta Graf, Lehramtsassesorin der Würzburger BFS, entscheidet gemeinsam mit ihren Schülern täglich aufs Neue, ob die handyfreie Zone in die Verlängerung geht ... Eine wirklich spannende Challenge!

Aktionstag Klettern - Sport in der Krankenpflegeausbildung

tl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/meldungen/131130BFSWue_Klettern.pngJutta Graf ist nicht nur Pflegepädagogin, sondern auch Kletterwandbetreuerin des Deutschen Alpenvereins DAV. Daher organisierte die begeisterte Kletterin im Dezember einen Aktionstag für die Schüler der BFS für Krankenpflege Würzburg. Graf sieht Klettern als ideale Sportart für die Krankenpflege, denn seinen Körper in koordinierter Bewegung zu erfahren, Gemeinschaft zu erleben, sich selbst wahrzunehmen in Beweglichkeit und Körperspannung, ist ein toller Ausgleich zu den physischen und psychischen Belastungen des Pflegealltags. Nur mit voller Konzentration auf den nächsten Griff oder Tritt, den ich erreichen will, kann ich eine Route erfolgreich beenden. Dabei muss ich mich auf den Partner, der mich sichert, absolut verlassen können. Ähnliche Situationen findet man im Verhältnis zwischen Pflegepersonal und Patient.

Die Schüler sind begeistert, denn Klettern ist für sie neben der sportlichen Betätigung auch ein tolles Gemeinschaftserlebnis. Sie können sich in einem außerschulischen Bereich ganz anders kennen lernen, die Klassengemeinschaft vertiefen und sich gegenseitig durch „Anfeuern und Mut machen“ ungeahnte Höhen erreicht lassen, die alleine nicht möglich gewesen wären.

Begegnung mit indischer Generaloberin weckt Begeisterung für Pflege-Praxiseinsatz in Indien

Voll ins Schwarze getroffen hat die Würzburger Krankenpflegeschule der Schwesternschaft München vom BRK e.V. mit der Kooperation, die schon bald einen Auslandseinsatz der Schülerinnen und Schüler während der Ausbildung ermöglichen wird. Die Pflege-Azubis nutzten begeistert die Gelegenheiten, sich auf ‚Praxiserfahrungen made in India‘ vorzubereiten. Schwester Jema Rodrigues, Generaloberin der Gemeinschaft der Missionshelferinnen und Leiterin des Nityaseva Hospital im indischen Shevgaon, wurde in der Würzburger Pflegeschule mit offenen Armen und vielen neugierigen Fragen empfangen.

Beim ersten Praxiseinsatz im Herbst 2017 erwartet die ersten Pflegeschüler neben einer fremden Kultur, geprägt von anderen Lebensrealitäten, Ritualen und religiösen Vorstellungen, auch ein Gesundheitswesen, das mit dem gewohnten nur wenig gemein hat. Um die Auszubildenden möglichst authentisch auf die Begegnungen vor Ort vorzubereiten, hatte die Pflegeschule die Generaloberin eingeladen und sie gebeten, vom Leben in Indien und den Bedingungen im Nityaseva Hospital, in dem der Praxiseinsatz erfolgen wird,  zu berichten.

tl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/meldungen/160413_KPW_PM_GO_Indien_Schulbesuch.jpgNadja Blein, Pflegeschülerin im dritten Ausbildungsjahr, war tief beeindruckt: „Der Besuch der Generaloberin war für mich etwas ganz Besonderes. Sie hat sehr offen über alles geredet, zum Beispiel auch über die Rechte von Frauen und Mädchen in Indien. Und natürlich über die Arbeitsbedingungen und die doch sehr unterschiedliche Ressourcenlage dort. Beides wird bestimmt zu einer großen Herausforderung für diejenigen, die dorthin gehen. Mit ihrer Art uns zu begegnen hat sie auf jeden Fall beides geweckt, die Neugierde und Begeisterung einerseits, aber auch den Respekt vor diesem ungewöhnlichen Praxiseinsatz. Und das traditionelle Begrüßungsritual, das sie uns gezeigt hat, war regelrecht ergreifend.“

Das Gespräch mit der Generaloberin gehört zur Vorbereitung auf den Einsatz, der sicher kein Spaziergang wird“, meint Stefan Kolbert, Projektverantwortlicher und stellvertretender Schulleiter der Pflegeschule, und fügt hinzu: „Der Besuch hat uns alle – Schüler und Lehrkräfte – sehr berührt und positiv gestimmt. Wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit.“

Vereinbarung für Praxiseinsatz in Indien jetzt offiziell unterzeichnet

Krankenpflegeschule ermöglicht Auslandseinsatz schon in der Ausbildung


Die Freude ist groß an der Würzburger Krankenpflegeschule der Schwesternschaft München vom BRK e.V.: Die Vereinbarung, die es der Pflegeschule ermöglicht, Schülerinnen und Schüler demnächst schon während ihrer Ausbildung in den Auslandseinsatz zu entsenden, ist nach langer Vorbereitung von allen Kooperationspartnern unterschrieben. Schon im kommenden Jahr will die Rotkreuzschule ihren Azubis einen sechswöchigen Praxiseinsatz am Nityaseva Hospital in Shevgaon, Indien, anbieten.

tl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/160308_KPW_PM_Indieneinsatz.jpgDamit erweitert die Würzburger Rotkreuzschule ihre Liste der möglichen Einsatzorte für ihre Pflegeschülerinnen und -schüler um einen attraktiven Standort. Die Zusammenarbeit zwischen der Berufsfachschule, dem Missionsärztlichen Institut Würzburg und dem mitten in Indien gelegenen Krankenhaus geht durch die Vertragsunterschrift in die finale Vorbereitungsphase. Spätestens im Herbst 2017 können erstmals Schülerinnen und Schülern im dritten Ausbildungsabschnitt fern der Heimat Pflege- und interkulturelle Erfahrungen sammeln und spezifische Kompetenzen entwickeln.


Voraussetzung für die Pflege-Azubis sind gute Englisch-Kenntnisse, der Besuch spezieller Vorbereitungskurse und die Verpflichtung, die Regeln der Ordensgemeinschaft vor Ort zu beachten. Stellvertretender Schulleiter Stefan Kolbert ist selbst nach Indien gereist, um sich davon zu überzeugen, dass die Schülerinnen und Schüler hier künftig gut aufgehoben sind. „Wir haben uns wirklich sehr detailliert auf dieses Angebot vorbereitet. Die Zusammenarbeit mit unseren beiden Kooperationspartnern – dem Missionsärztlichen Institut Würzburg und dem Nityaseva Hospital – hat sich bislang auch als zuverlässiger Garant für eine gewinnbringende Gestaltung der Schülereinsätze erwiesen“, erklärt Kolbert.


Er ergänzt: „Wir wissen schon lange, dass allein die Möglichkeit, mit dem Roten Kreuz auf internationale Hilfseinsätze zu gehen, für viele Bewerber ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für unsere Berufsfachschule ist. Dass wir  unseren Pflegeschülerinnen und -schülern diese Erfahrung schon in der Ausbildung anbieten können, ist allerdings auch innerhalb unserer Organisation keineswegs selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns natürlich, dass es gelungen ist, diese Kooperation  auf die Beine zu stellen.“

Herr Kolbert skypt

Wer sich für eine Ausbildung bei der Würzburger Berufsfachschule für Krankenpflege interessiert, kann seine Fragen ab sofort via Skype stellen. Stefan Kolbert, stellvertretender Schulleiter, steht online live für die potentiellen Bewerber zur Verfügung. Jeder, der sich über sein persönliches Skype-Konto einloggt und brkschule.wuerzburg anwählt, bekommt dort angezeigt, ob Kolbert derzeit online ist. Dann sind Fragen rund um die Ausbildung per Videotelefonie, Telefonie und Chat möglich. Der Chat hat als einziger Kommunikationskanal eine Speicherfunktion, das heißt die gestellten Fragen erreichen den erfahrenen Lehrer für Pflege auch dann, wenn er nicht online ist. Sobald Herr Kolbert wieder skypt, kommen die Antworten.

Besser geht’s nicht: Sieben Staatspreise für die Absolventen der Würzburger BFS

Janina Fietze, Johannes Fischer, Luisa Fischer, Laura Mühlenhoff, Rebecca Hizli, Karina Krüger, Anke Klein, Romina Schott, Pia Leis, Susan Schulte, Anna Müller, Elisabeth Plöchinger, Anina-Marie Limpert, Miriam Piering, Ann-Kathrin Ullrich, Ayla Binder,  Schulleiterin Gisela Gold, Franziska BömmelEs ist vollbracht – 17 Schülerinnen und Schüler verließen Ende September  als frischgebackene staatlich geprüfte Pflegefachkräfte die Würzburger Berufsfachschule für Krankenpflege. Hinter ihnen liegen nicht nur drei Jahre anspruchsvoller Ausbildung, sondern auch eine anstrengende Prüfungszeit.

 

 

 

 

tl_files/content/berufsfachschulen_microsite/bfs-krankenpflege-wuerzburg/images/meldungen/2014StaatspreistraegerWuerzburg.JPGEine besondere Auszeichnung heimsten sieben der jetzt ‚Ehemaligen‘ ein: Sie erhielten den Bayerischen Staatspreis für herausragende Leistungen in den Prüfungen und dem letzten Ausbildungsdrittel. Das ist Belohnung für harte Arbeit, aber nicht zuletzt auch ein untrügliches Zeichen für eine bemerkenswert gute Ausbildung – hier haben Schule wie Azubis eine echt starke Leistung abgeliefert!

Meditativer Waldspaziergang

Der Wald kann für uns alle eine Kraftquelle sein. Dieses Erlebnis durften Schülerinnen und Schüler der BFS für Krankenpflege in Würzburg gemeinsam mit ihrer Schulleiterin Gisela Gold vor kurzem intensiv erfahren. Försterin Elfi Raunecker führte die 17 Auszubildenden gemeinsam mit Pfarrerin Susanne Wildfeuer hinein in den Wald.  Die beiden Fachfrauen führten die angehenden Pflegeexperten mit allen Sinnen in die Natur: Bewusstes, stilles Wahrnehmen, Ertasten von knorrigen Wurzeln, Erinnerungen an eigene Walderlebnisse  und Hineinfühlen in die Schöpfung waren Elemente des Spaziergangs. Mit Körperübungen erlebte der Krankenpflegekurs das Gefühl, selbst ein Baum zu sein mit Wurzel, Stamm, Krone und Blättern im Wind, der in Symbiose mit vielen anderen Bäumen und Pflanzen lebt und sich und anderen Halt bei Stürmen gibt. Die Gruppe spielte den Lebens-Kreislauf von der Naturverjüngung  durch kleine Schösslinge bis hin zu stattlichen „Samenbäumen“ nach.  An Baumwachstum und Wurzeln verglichen sie ihren eigenen bisherigen Lebensweg mit seinen Irrungen und Wirrungen und fanden in der Wurzel mit ihrem festen Halt im Boden ein Symbol für ihr persönliches Ziel.

Schulleiterin Gold weiß: „Junge Menschen begegnen schon während der Pflegeausbildung mit schwierigen Situationen. Werden und Vergehen ist für angehende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen eine wichtige Erfahrung und gehört später zum Berufsalltag.“ Die Symbolhaftigkeit des Waldes und der Bäume mit ihren Wurzeln und Jahresringen bewog die Schulleiterin bei der Unterrichtsplanung, auf eine meditative Selbsterfahrung im Wald zu setzen.

Die Auszubildenden zeigten sich vom meditativen Waldspaziergang begeistert. Die im Wald gesammelten Fundstücke wanderten als Erinnerungen in das „Lebensschatzkästchen“, eine kleines Kästlein, das viel Platz für die immateriellen Schätze des Lebens bietet. Schülerin Anna lacht: „Wenn ich mal eine ältere Rotkreuzschwester bin, hole ich vielleicht meine Wurzel wieder heraus und fühle den festen Halt…“